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Erstgespräch in der psychosomatischen Klinik: So läuft der erste Kontakt ab

Der Der Entschluss, sich mit der eigenen psychischen oder psychosomatischen Gesundheit auseinanderzusetzen, markiert oft den Wendepunkt auf dem Weg… 401 Wörter, 2 Minuten Lesedauer.

Klartext Psychosomatik

Sich Hilfe bei einer psychosomatischen Klinik zu holen, ist für viele Menschen ein großer Schritt. Oft ist es gerade der erste Anruf, der am schwersten fällt. Wie läuft ein Erstgespräch ab? Muss ich mich sofort festlegen? Und wann ist eine stationäre Behandlung überhaupt der richtige Weg? In diesem Beitrag und im Video erklärt Dr. Christoph Florange, Geschäftsführer und Chefarzt der Klinik Wersbach, wie der erste Kontakt aussieht und was dann passiert.

Im Video: Dr. Christoph Florange über Aufnahme und Erstkontakt

Erstgespräch in der psychosomatischen Klinik: Ein Anruf ist noch keine Aufnahme

Viele Menschen schieben den ersten Kontakt lange vor sich her. Sie befürchten, mit einem Anruf etwas in Gang zu setzen, das sie nicht mehr steuern können. Das ist bei uns nicht so. „Es ist kein Automatismus, dass Sie durch den Anruf in der Klinik auch aufgenommen werden“, sagt Dr. Florange.

  • Das Erstgespräch ist unverbindlich. Sie gehen keinerlei Verpflichtung ein, weder vertraglich noch medizinisch.
  • Alle Mitarbeitenden unseres Aufnahmeteams unterliegen der Schweigepflicht.
  • Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Fragen zunächst auch ohne Namen stellen.
  • Sie entscheiden selbst, ob und wann es weitergeht.

Ambulant oder stationär? Warum die Vorbehandlung zählt

Ob eine stationäre Behandlung sinnvoll ist, hängt vor allem von zwei Fragen ab: Wie stark sind die Beschwerden, zum Beispiel eine Depression? Und welche Behandlung haben Sie schon hinter sich?

Wer noch gar nicht behandelt wurde und keine schwere Erkrankung hat, für den ist in der Regel zunächst eine ambulante Behandlung der richtige Schritt. Das heißt: eine ambulante Psychotherapie bei einer psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten und zusätzlich eine fachärztliche Behandlung. Die fachärztliche Begleitung ist auch deshalb wichtig, weil die Einweisung in unsere Klinik in der Regel von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder Innere Medizin kommt.

Tipp bei langen Wartezeiten: Auf einen ambulanten Therapieplatz muss man oft lange warten. Gesetzlich Versicherte können sich an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung wenden, telefonisch unter 116117 oder online. Sie vermittelt zeitnah Termine für ein psychotherapeutisches Erstgespräch. Ein solches Gespräch allein reicht allerdings meist noch nicht aus, um stationär aufgenommen zu werden.

So läuft das Erstgespräch in der Klinik Wersbach ab

  1. Kennenlernen und Zuhören: Sie schildern unserem Aufnahmeteam Ihre Situation, so ausführlich, wie es sich für Sie richtig anfühlt. Wir klären erste medizinische und organisatorische Fragen, ohne Zeitdruck.
  2. Voraussetzungen klären: Wir besprechen, ob eine stationäre Behandlung bei uns sinnvoll ist und welche Unterlagen nötig sind. Vor der Aufnahme prüft auch Ihre Versicherung, Beihilfestelle oder Krankenkasse, ob die Beschwerden eine stationäre Behandlung erfordern. Dabei wird in der Regel nach einer bisherigen ambulanten Psychotherapie oder fachärztlichen Behandlung gefragt. Halten Sie entsprechende Befunde deshalb möglichst bereit.
  3. Aufenthalt vorbereiten: Passt alles und liegt die Kostenzusage vor, vereinbaren wir einen Aufnahmetermin. Wir besprechen auch, was Sie vorab organisieren sollten, etwa im Beruf oder in der Familie.

Wer kann in der Klinik Wersbach behandelt werden?

Unsere stationäre Akutbehandlung steht offen für:

  • Privatversicherte
  • Beihilfeberechtigte
  • Selbstzahlerinnen und Selbstzahler
  • gesetzlich Versicherte, deren Krankenkasse vor der Aufnahme schriftlich erklärt hat, die Kosten zu übernehmen

Welche Unterlagen Sie brauchen und wie die Kostenklärung abläuft, lesen Sie in unserem Beitrag Aufnahme in die psychosomatische Klinik. Für eine Reha über die gesetzliche Krankenkasse gibt es einen eigenen Weg: Psychosomatische Reha beantragen.

Ehrlich beraten heißt auch: manchmal Nein sagen

Zu einer seriösen psychosomatischen Medizin gehört, die eigenen Grenzen zu kennen. Die Klinik Wersbach ist ein offen geführtes Haus mit ruhiger, reizarmer Atmosphäre. Es gibt also keine geschlossene Station.

Eine andere Einrichtung ist besser geeignet bei:

  • akuten Suizidgedanken oder der Gefahr, sich selbst oder anderen zu schaden
  • schweren akuten Psychosen
  • einer Suchterkrankung, die im Vordergrund steht

Dr. Florange erklärt den Grund: Menschen mit einer schweren Depression und Suizidgedanken müssen vor dem Risiko eines Suizids geschützt werden. In einem offenen Rahmen wie unserem ist das nicht ausreichend möglich. Zeigt sich im Erstgespräch, dass Sie anderswo besser aufgehoben sind, sagen wir Ihnen das offen und erklären, welche Behandlungsform für Sie infrage kommt. So können Sie sicher sein: Wir empfehlen eine Aufnahme nur, wenn unser Haus zu Ihrer Situation passt.

Wichtig bei akuter Gefahr: Wenn Sie an Suizid denken oder sich selbst oder andere gefährden könnten, wählen Sie bitte den Notruf 112 oder wenden Sie sich an die nächste psychiatrische Notaufnahme. Rund um die Uhr erreichbar ist auch die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Häufige Fragen zum Erstkontakt

Bin ich nach dem Erstgespräch zu etwas verpflichtet?

Nein. Das Erstgespräch dient Ihrer Orientierung. Ob Sie sich für eine Behandlung bei uns entscheiden, bestimmen allein Sie.

Muss ich vorher ambulant behandelt worden sein?

Nicht zwingend. Bei schweren Beschwerden kann eine stationäre Behandlung auch ohne Vorbehandlung sinnvoll sein. In den meisten Fällen fragen Versicherung und Krankenkasse aber nach einer bisherigen ambulanten Behandlung. Befundberichte Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder Ihrer Psychotherapeutin helfen deshalb bei der Prüfung.

Können auch Angehörige anrufen?

Ja. Angehörige können sich allgemein zu unseren Behandlungsmöglichkeiten und zum Ablauf informieren. Über eine konkrete Person dürfen wir wegen der Schweigepflicht nur mit deren Einverständnis sprechen.

Brauche ich für das Erstgespräch schon eine Einweisung?

Nein. Die ärztliche Einweisung benötigen wir erst für die Aufnahme. Im Erstgespräch erklären wir Ihnen, welche Unterlagen später wichtig sind.

Sprechen Sie uns an

Sie haben Fragen zu einem Aufenthalt in der Klinik Wersbach, für sich selbst oder für einen Angehörigen? Unser Aufnahmeteam ist für Sie da, diskret und in Ruhe.

Telefon +49 (0) 2174 3980 · info@klinik-wersbach.de

Rufen Sie uns unverbindlich an. Unser Healthcare-Management klärt mit Ihnen die versicherungsrechtlichen Möglichkeiten und beantwortet Fragen zu Wartezeiten und Fachabteilungen.

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