Krankheitsbild: Depression
Informationen und Hilfsangebot
Depressive fühlen sich niedergeschlagen, verzweifelt und haben keine Freude mehr an Dingen, für die sie sich zuvor begeisterten. Sie sind oft erschöpft, müde und antriebslos und können trotzdem nicht ein- oder durchschlafen. Das sexuelle Verlangen sinkt, einige verlieren deutlich an Gewicht, manche nehmen deutlich zu.
Depression: Wenn das Leben seine Farbe verliert.
Wie zeigt sich eine Depression?
Sinkende Leistungsfähigkeit, Mangel an Konzentration, Pessimismus. Sie sind weniger leistungsfähig, empfinden auch geringfügige Tätigkeiten als anstrengend, können sich nicht mehr konzentrieren oder entscheiden und grübeln viel. Sie sehen pessimistisch in die Zukunft und fühlen sich wertlos – bis hin zu Todesgedanken und konkreten Suizidplänen oder -versuchen. Manche haben Schuldgefühle. Einige leiden auch an körperlichen Beschwerden wie Magenproblemen oder Kopfschmerzen. In schweren Fällen lassen sie sich gar nicht mehr aufheitern und fühlen sich emotional leer. Sie leiden dann häufig auch an einem Morgentief und bewegen sich entweder besonders langsam oder nervös und fahrig.
Antriebslosigkeit und Erschöpfung
Antriebslosigkeit und Erschöpfung äußern sich in einem anhaltenden Gefühl von Müdigkeit und Kraftlosigkeit, bei dem selbst alltägliche Aufgaben als überwältigend oder kaum bewältigbar erlebt werden.
Grübeln, Selbstzweifel
Grübeln und Selbstzweifel beschreiben ein wiederkehrendes, schwer kontrollierbares Kreisen der Gedanken um eigene Fehler, Entscheidungen oder vermeintliches Versagen, oft begleitet von einem verminderten Selbstwertgefühl.
Schlaf- und Konzentrationsstörungen
Schlaf- und Konzentrationsstörungen zeigen sich durch Ein- oder Durchschlafprobleme sowie eine verminderte Fähigkeit, Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, was die geistige Leistungsfähigkeit im Alltag deutlich beeinträchtigen kann.
Rückzug von Familie und Freunden
Der Rückzug von Familie und Freunden beschreibt eine zunehmende soziale Distanzierung, bei der soziale Kontakte gemieden oder als belastend empfunden werden, obwohl grundsätzlich ein Bedürfnis nach Nähe bestehen kann.
Gefühl innerer Leere
Das Gefühl innerer Leere ist gekennzeichnet durch ein anhaltendes Empfinden von Sinnlosigkeit oder emotionaler Abstumpfung, bei dem Freude, Interesse oder Verbundenheit kaum noch wahrgenommen werden.
Leide ich oder eine nahestehende Person an Depressionen?
Eine Depression wird unter anderem dann diagnostiziert, wenn Sie über zwei Wochen lang an fast allen Tagen und die meiste Zeit des Tages niedergeschlagen sind oder kaum mehr Interesse oder Freude an fast allen Aktivitäten haben.
Eine Depression betrifft niemals nur einen Menschen allein, sondern immer auch das gesamte soziale Gefüge. Wenn Sie bei einem Angehörigen oder Freund Symptome beobachten und sich unsicher sind, wie Sie helfen können, bietet die Klinik Wersbach auch für Sie Orientierung. Ein unverbindliches Informationsgespräch kann helfen, die Situation besser einzuordnen und erste Schritte zur Unterstützung einzuleiten.
Wenn Sie noch eingehender prüfen möchten, ob für Sie eine Psychotherapie infrage kommt oder nicht, hilft Ihnen vielleicht folgende Frageliste weiter:
In Anlehnung an: Rosemarie Piontek: Mut zur Veränderung. Methoden und Möglichkeiten der Psychotherapie. Bonn, 2009.
Unverbindlich anfragen
Wir informieren Sie unverbindlich über die Ausstattung unseres Hauses und beantworten alle Fragen zu Ihrem Aufenthalt. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Kommunikation mit Ihrem Kostenträger.
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Welche Arten von Depression gibt es?
Man unterscheidet zwischen chronischer Depression und einer Bipolaren Störung
Chronische Depression
Eine chronische Depression (Dysthymie) liegt vor, wenn jemand über mindestens zwei Jahre an der Hälfte aller Tage niedergeschlagen ist und an zwei oder mehr der folgenden Merkmale leidet: Schlaf-, Konzentrations- oder Selbstwertprobleme, veränderter Appetit, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit.
Bipolare Störung
Ein Sonderfall sind jene Depressionen, die sich mit manischen Episoden abwechseln (bipolare Störung). Kennzeichen dieser mindestens vier Tage währenden Phasen mit übertrieben guter (manchmal auch reizbarer) Stimmung sind ein geringes Schlafbedürfnis, innere Unruhe und Betriebsamkeit sowie ein überhöhter Selbstwert bis hin zu Größenwahn.
Depression behandeln: Wege aus der Depression
Wir verfolgen ein teamorientiertes und interdisziplinäres Arbeiten, d.h. alle an der Behandlung beteiligten Personen tauschen sich täglich über die einzelnen Patienten und gegebenenfalls aufkommende Behandlungsschwierigkeiten aus, wobei sowohl somatische als auch psychische Leidenskomponenten berücksichtigt und integriert werden.
Das Team stellt sich flexibel auf die Anforderungen eines jeden Patienten ein, auch wenn diese sich im Laufe der Therapie ändern (adaptive Indikation). Dadurch werden die Zielsetzungen der Therapie, die Organisation und Arbeitsweise der therapeutischen Leistungen für alle Mitarbeiter transparent und verbindlich.
Zudem wird jede Therapie fortlaufend auf ihren Erfolg überprüft, was durch die Verwendung entsprechender Teste und Beschwerdefragebögen zusätzlich validiert wird. Die therapeutischen Resultate werden daher durch standardisierte Dokumentationsverfahren gemessen.
Ziel der stationären Behandlung
Wesentliches Ziel der stationären Behandlung in der Klinik Wersbach ist neben einer Heilung, Besserung und Linderung seelischer Beschwerden auch die Wiedererlangung einer ausreichenden psychosozialen Funktionsfähigkeit der Patienten unter Berücksichtigung der relevanten Umgebungs- bzw. Kontextfaktoren. Dies dient insbesondere der Wiederherstellung einer ausreichenden Leistungsfähigkeit der Patienten im Arbeitsleben bzw. der Beseitigung einer entsprechenden Gefährdung ihrer Leistungsfähigkeit (Erwerbsfähigkeit).
Behandlungsablauf
Um einen Behandlungserfolg sicherzustellen werden auf Grundlage der Basisdokumentation bzw. Diagnostik mit den Patienten regelhaft zu Behandlungsbeginn Therapieziele vereinbart und dokumentiert, die zum Entlassungszeitpunkt auf ihre Erreichung hin mittels der eingesetzten psychosozialen Diagnoseverfahren überprüft werden. Diese Therapieziele sind spezifisch, messbar, anspruchsvoll / motivierend, realistisch / realisierbar und terminiert (SMART) in Bezug auf die voraussichtliche Dauer der stationären Behandlung bzw. in Bezug auf die Nachsorge.
Therapieziele vereinbaren und dokumentieren
Um einen Behandlungserfolg sicherzustellen werden auf Grundlage der Basisdokumentation bzw. Diagnostik mit den Patienten regelhaft zu Behandlungsbeginn Therapieziele vereinbart und dokumentiert, die zum Entlassungszeitpunkt auf ihre Erreichung hin mittels der eingesetzten psychosozialen Diagnoseverfahren überprüft werden. Diese Therapieziele sind spezifisch, messbar, anspruchsvoll / motivierend, realistisch / realisierbar und terminiert (SMART) in Bezug auf die voraussichtliche Dauer der stationären Behandlung bzw. in Bezug auf die Nachsorge.
Ihr Bezugstherapeut
Jedem neu aufgenommenen Patienten wird ein Bezugstherapeut zugeordnet, der für die Durchführung der Einzelpsychotherapie verantwortlich ist. In der Einzelpsychotherapie geht es darum, eine Symptomremission bzw. -verbesserung zu erreichen, indem aktuelle Konflikte des Patienten oder sein spezifisches Entwicklungsdefizit vor dem Hintergrund seiner individuellen Lebensgeschichte verstanden werden.
Wieder am Leben teilhaben
Durch unseren ressourcenorientierten Ansatz berücksichtigen wir insbesondere die Funktionsfähigkeit einschließlich Aktivitäten und Teilhabe sowie umwelt- und personenbezogene Kontextfaktoren. Ziel ist die Erreichung einer größtmöglichen Eigenaktivität zur weitestgehenden Partizipation in allen Lebensbereichen, damit der Betroffene in seiner Lebensgestaltung so frei wie möglich wird.