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Krankheitsbild: Bipolare Störung

Seelisches Gleichgewicht finden durch eine spezialisierte und phasenübergreifende Behandlung von extremen Stimmungsschwankungen.

Die bipolare Störung ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die durch einen ausgeprägten Wechsel der Stimmung, Energie und Aktivität gekennzeichnet ist. Betroffene erleben Phasen von tiefer Niedergeschlagenheit ebenso wie Phasen von übersteigerter Hochstimmung. In der Klinik Wersbach unterstützen wir Sie mit einem ganzheitlichen Therapiekonzept dabei, wieder Stabilität und Lebensqualität zu gewinnen.

Bipolare Störung: Den Wechsel zwischen den Extremen verstehen und stabilisieren.

Kurzfassung

Die bipolare Störung ist eine medizinisch anerkannte und gut behandelbare Erkrankung mit biologischen Ursachen, die durch einen ausgeprägten Wechsel zwischen manischen Hochphasen und depressiven Tiefphasen gekennzeichnet ist. Eine fundierte fachärztliche Diagnostik bildet dabei die notwendige Basis für jede erfolgreiche Therapie. Die besten Aussichten auf eine dauerhafte Stabilisierung bietet eine Kombination aus moderner Psychotherapie, medikamentöser Unterstützung und ergänzenden Heilverfahren. Die Klinik Wersbach begleitet Sie mit einem erfahrenen Team und einem integrativen Behandlungskonzept individuell auf Ihrem Weg zur Besserung.

Was ist eine bipolare Störung?

Die bipolare Störung, früher oft als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet, ist eine chronisch verlaufende psychische Störung. Sie ist keine bloße Launenhaftigkeit, sondern eine biologisch mitbedingte Erkrankung, bei der die Regulation der Stimmung im Gehirn zeitweise nicht richtig funktioniert. Die Betroffenen durchlaufen verschiedene Phasen: In manischen Episoden fühlen sie sich extrem leistungsfähig, euphorisch oder auch gereizt, während depressive Episoden von Hoffnungslosigkeit und Antriebslosigkeit geprägt sind. Dazwischen liegen oft Zeiträume mit völlig ausgeglichener Stimmung. Die Diagnose erfolgt nach internationalen Standards wie dem ICD-10. Da die Symptome die Lebensführung und soziale Beziehungen stark belasten können, ist eine fachärztliche Abklärung sowie eine Kombination aus medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung entscheidend

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Wie zeigt sich eine bipolare Störung?

Die Symptome variieren stark je nach aktueller Phase der Erkrankung. Während einer manischen Phase überschätzen Betroffene oft ihre Möglichkeiten, schlafen kaum und handeln impulsiv. Im Gegensatz dazu ziehen sie sich in depressiven Phasen oft völlig zurück und empfinden keine Freude mehr. Eine Besonderheit können sogenannte Mischzustände sein, in denen Symptome beider Extreme gleichzeitig auftreten. Da die Übergänge schleichend sein können, wird die Erkrankung oft erst spät erkannt. Die Beschwerden sind für die Betroffenen sehr real und haben nichts mit Willensschwäche zu tun. Eine frühzeitige Diagnose hilft, den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und Rückfälle zu vermeiden.

Wichtige Anzeichen im Überblick:

  • Manische Symptome: Es tritt ein stark vermindertes Schlafbedürfnis bei gleichzeitigem Gefühl unendlicher Energie und gesteigertem Rededrang auf.

  • Depressive Symptome: Anhaltende Gedrücktheit, Interessenverlust sowie körperliche Abgeschlagenheit und Konzentrationsstörungen bestimmen den Alltag.

  • Veränderte Wahrnehmung: In extremen Phasen kann die Einschätzung von Risiken oder der eigenen Person stark von der Realität abweichen.

  • Soziale Folgen: Häufig kommt es zu Problemen im Beruf oder in der Familie aufgrund unvorhersehbarer Verhaltensänderungen.

  • Körperliche Anzeichen: Starke Schwankungen im Appetit, Libidoverlust oder eine enorme innere Unruhe sind oft begleitende Merkmale.

Anerkannte psychische Krankheiten

Ärzte und Psychotherapeuten haben sich auf eine anerkannte Liste psychischer Krankheiten verständigt.
Anerkannte psychische Krankheiten finden sich in einer so genannten ICD-10-Liste. Die ICD-10-Liste ist eine international gültige Einteilung aller körperlichen und psychischen Krankheiten. Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation erarbeitet und ist in Deutschland verbindlich.
Die psychischen Erkrankungen werden danach unterschieden, an welchen aktuellen Symptomen ein Patient leidet. In vielen Fällen liegen bei Patienten mehrere psychische Störungen gleichzeitig vor.

Leide ich oder mein Angehöriger an einer bipolaren Störung?

Haben Sie bei sich selbst oder einem Angehörigen beobachtet, dass Stimmungsschwankungen ein Ausmaß annehmen, das den Alltag und die Sicherheit gefährdet? Wenn Phasen von extremer Euphorie und Tatendrang regelmäßig von tiefen depressiven Löchern gefolgt werden, kann dies ein Hinweis sein. Eine Selbstdiagnose ist jedoch nicht möglich. Nur eine sorgfältige fachärztliche oder psychologische Untersuchung kann klären, ob eine bipolare Störung oder eine andere Erkrankung vorliegt. In der Klinik Wersbach nutzen wir moderne diagnostische Testverfahren und digitale Instrumente, um eine präzise Einordnung Ihrer Beschwerden vorzunehmen

Welche Arten von bipolaren Störungen gibt es?

Die Medizin unterscheidet verschiedene Verlaufsformen, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können:

  1. Bipolar-I-Störung: Gekennzeichnet durch mindestens eine ausgeprägte manische Episode, die oft einen Klinikaufenthalt erforderlich macht, meist gefolgt von depressiven Phasen.

  2. Bipolar-II-Störung: Hier wechseln sich depressive Episoden mit sogenannten hypomanischen Phasen ab. Letztere sind schwächer ausgeprägt als eine Vollmanie, beeinträchtigen das Leben aber dennoch erheblich.

  3. Zyklothymia: Eine über einen langen Zeitraum anhaltende Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden leichter Depression und leicht gehobener Stimmung.

Bipolare Störungen behandeln: Wege aus der Krise in der Klinik Wersbach

Die Klinik Wersbach bietet als Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit einen umfassenden, biopsychosozialen Behandlungsansatz. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine langfristige Stabilität zu erarbeiten

Multimodale Therapie

Wir kombinieren leitliniengerechte medikamentöse Behandlung mit intensiver Einzel- und Gruppenpsychotherapie.

Ganzheitlicher Ansatz

Ergänzend kommen Spezialtherapien wie Ergotherapie, Kunsttherapie oder integrative Bewegungstherapie zum Einsatz, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen.

Ressourcenorientierung

Wir fokussieren uns nicht nur auf die Symptome, sondern stärken gezielt Ihre vorhandenen Fähigkeiten und Ihre Teilhabe am sozialen Leben.

Individuelle Betreuung

Ein multiprofessionelles Team aus Fachärzten, Psychologen und Fachpflegekräften begleitet Sie engmaschig während Ihres stationären oder teilstationären Aufenthalts.

Nachsorge

Bereits während der Therapie planen wir gemeinsam notwendige Schritte für die Zeit nach der Entlassung, um den Behandlungserfolg nachhaltig zu sichern