Komplementär-therapie
Komplementärtherapie
Komplementärtherapien sind wichtige Bausteine im ganzheitlichen Behandlungsansatz der Klinik Wersbach. Sie ergänzen die klassische Psychotherapie um kreative, körper- und erfahrungsorientierte Elemente, die helfen, innere Prozesse anders wahrzunehmen und auszudrücken. Diese Angebote schaffen alternative Zugänge zu Gefühlen, Körperempfinden und sozialen Erfahrungen und unterstützen so die Gesamtbehandlung bei seelischen Belastungen, depressiven Verstimmungen, Angstzuständen oder Traumafolgestörungen
Komplementärtherapie bei Depressionen, Angstzuständen, Traumabewältigung oder anderen seelischen Erkrankungen
Unsere Komplementärtherapien
Unsere Komplementärtherapie
Komplementärtherapien ergänzen die psychotherapeutische Behandlung und fördern die persönliche Entwicklung durch kreative, körperorientierte und bewusstseinsfördernde Verfahren.
Bewegungstherapie
Die integrative Bewegungstherapie verfolgt spezifische Zielsetzungen, die eng mit der psychischen Stabilisierung und der Wiedererlangung von Lebensqualität verknüpft sind. Im Fokus stehen dabei folgende Schwerpunkte:
- Förderung der Körper- und Selbstwahrnehmung: Die Sensibilisierung für physische Signale unterstützt die Patienten dabei, einen besseren Zugang zum eigenen Befinden zu finden.
- Stärkung des Selbstvertrauens: Durch die Zunahme der körperlichen Leistungsfähigkeit wird das Vertrauen in den eigenen Körper und die Selbstbestätigung nachhaltig verbessert.
- Soziale Kompetenz und Interaktion: Die Therapie fördert die Fähigkeit, sich aktiv in Gruppen einzubringen und soziale Kontakte sicher zu knüpfen.
- Kontrollierter Affektabbau: Das gezielte Einüben von Methoden zur Regulation starker Emotionen hilft dabei, Spannungszustände konstruktiv zu bewältigen.
Im Gruppensetting bietet sich zudem die Möglichkeit, diese Erfahrungen gemeinsam mit anderen Patienten zu betrachten und die individuellen Wirkungen im geschützten Rahmen zu reflektieren.
Entspannende Verfahren
Entspannungsverfahren sind ein wesentlicher Bestandteil des ganzheitlichen Therapiekonzeptes in der Klinik Wersbach. Sie dienen dazu, das vegetative Nervensystem zu harmonisieren und die psychische Belastbarkeit zu steigern. In unseren Behandlungen kommen vorrangig drei bewährte Methoden zum Einsatz:
- Progressive Muskelentspannung (PMR) nach Jacobson: Durch das gezielte Anspannen und anschließende Loslassen bestimmter Muskelgruppen erlernen die Patienten, körperliche Spannungszustände bewusst wahrzunehmen und aktiv zu lösen.
- Autogenes Training (AT): Hierbei handelt es sich um ein auf Autosuggestion basierendes Verfahren, bei dem durch konzentrative Entspannung ein Umschalten des Körpers in einen Ruhemodus (trophotrope Umstellung) erreicht wird.
- Imagination: Unter therapeutischer Anleitung werden innere Bilder und mentale Vorstellungen genutzt, um emotionale Stabilität zu fördern und einen "inneren sicheren Ort" zu schaffen.
Das Ziel dieser Verfahren ist es, die Patienten auf zwei Ebenen anzusprechen:
- Handlungsebene: Die Patienten erlernen konkrete Techniken, die sie eigenständig anwenden können, um in Stresssituationen aktiv Einfluss auf ihr Befinden zu nehmen.
- Erlebnisebene: Durch die Übungen wird die Fähigkeit gefördert, den eigenen Körper differenziert wahrzunehmen. Dies wirkt stabilisierend auf die Stärkung der Selbstgrenzen und verbessert die Selbstregulation.
Kunsttherapie/Ergotherapie
Die Ergotherapie ermöglicht einen Zugang zum seelischen Erleben über künstlerisch-ästhetisches und handwerkliches Arbeiten. Dabei stehen im Vordergrund Aspekte des Berührens, des taktilen Spürens und des Wahrnehmens des entstandenen Produkts. Im Gruppensetting kann dieses gemeinsam mit den anderen Patienten betrachtet und in seinen Wirkungen reflektiert werden.
Musiktherapie
Die Musiktherapie ist ein tiefenpsychologisch fundiertes komplementäres Therapieverfahren, das mit den Elementen Improvisation, Sprechen und Anhören von Musikaufzeichnung arbeitet. In der Improvisation, dem gemeinsamen Werk von Patient und Therapeut, können vor allem im nonverbalen Medium der Musik Affekte einen Ausdruck finden und in besonderer Weise Beziehung stiften. In der Musiktherapie können die Patienten spielerisch probeweise an der Aufgabe arbeiten, „die eigene Melodie herausfinden und zu spielen“, und somit die Aufgabe ihrer persönlichen Entwicklung nonverbal beschreiben. Im Unterschied zur Gestaltungstherapie können die Patienten sich den Produktionen, die andere vorbringen, nicht entziehen, sie können nicht weghören. So müssen sie sich im höheren Maße mit eigenen und anderen Äußerungen auseinandersetzen.
Sporttherapie
Die Sport-/Bewegungstherapie möchte als allgemein roborierende/stärkende Maßnahme eine körperliche Aktivierung und Erholung sowie eine vegetativ-/funktionelle Regulierung und Modulierung der Lebensweise erreichen und unterstützt somit die psychotherapeutische Arbeit, wobei die Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und der Körpertonusregulierung weitere Ziele der Sport-/Bewegungstherapie sind.
Integrative Tanztherapie
Die Integrative Tanztherapie ist ein ganzheitliches Verfahren, in dem psychotherapeutische, tanzpädagogische und tanztherapeutische Maßnahmen verbunden werden. Der Mensch wird als Körper-Seele-Geist-Subjekt gesehen unter Berücksichtigung seines sozialen und ökologischen Umfeldes. Je nach Thematik und Prozess beinhaltet die Therapie emotionszentrierte Sequenzen mit gestaltpsychologischer Methodik, konfliktzentriert-aufdeckende Arbeit auf tiefenpsychologischer Grundlage sowie leibtherapeutische Bearbeitung von Ereignissen, die „in den Leib hinein“ verdrängt wurden (über Methoden der Bewegungsdiagnostik, Bewegungstechnik, Improvisation und Gestaltung) . Diese dienen der Wiederentdeckung und Erweiterung eigener Beweglichkeit, der Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit, Einüben in Nähe- Distanzregulation etc.. Der Schwerpunkt liegt auf der Ressourcenaktivierung. Die nonverbalen, eindrucks- und ausdrucksfördernden Maßnahmen werden mit verbalen Strategien der Aufarbeitung verbunden, um die Erfahrungen mental zu verarbeiten und auf Alltagserfahrungen übertragen zu können.