Klartext Psychosomatik
Wer eine psychosomatische Reha beantragen möchte, steht oft vor vielen Fragen: Welches Formular? Wer entscheidet? Wie lange dauert das? Gerade wenn körperliche und seelische Belastungsgrenzen erreicht sind, wirkt der Antrag wie eine zusätzliche Hürde. Die Klinik Wersbach hat einen Versorgungsvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen nach § 111 SGB V. Gesetzlich Versicherte können ihre stationäre Reha also grundsätzlich bei uns durchführen. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie es mit der Krankenkasse klappt.
Vorab: Ist Ihre Krankenkasse zuständig?
Für eine Reha kommen zwei Stellen infrage, die Krankenkasse oder die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Wer berufstätig ist, bekommt die Reha in der Regel von der DRV. Die Krankenkasse ist vor allem zuständig, wenn Sie bereits in Rente sind oder nicht rentenversichert sind.
Wichtig: Die Klinik Wersbach nimmt zur Reha ausschließlich Patientinnen und Patienten auf, deren Reha von der Krankenkasse bezahlt wird. Eine Aufnahme über die DRV ist nicht möglich. Sie sind unsicher, wer bei Ihnen zuständig ist? Dann sprechen Sie vor dem Antrag mit unserer Aufnahmeabteilung. So vermeiden Sie Umwege.
Psychosomatische Reha beantragen: Drei Schritte zur Aufnahme
- Ärztliche Verordnung: Grundlage ist eine Verordnung Ihrer Haus- oder Fachärztin bzw. Ihres Haus- oder Facharztes auf dem Formular „Muster 61“. Darin wird begründet, warum eine Reha medizinisch notwendig ist. Viele Krankenkassen verlangen zusätzlich einen kurzen Fragebogen, den Sie selbst ausfüllen.
- Wunschklinik angeben: Nach dem Wunsch- und Wahlrecht (§ 8 SGB IX) dürfen Sie Ihre Wunschklinik selbst nennen. Tragen Sie die Klinik Wersbach im Antrag ein, am besten mit einer kurzen Begründung, etwa unserem Behandlungsschwerpunkt oder der Nähe zu Ihrem Wohnort.
- Bewilligung und Aufnahme: Die Krankenkasse prüft Ihren Antrag. Liegt die Bewilligung vor, senden Sie uns den Bescheid zu. Unsere chefärztliche Leitung prüft die Unterlagen und wir planen Ihren Aufnahmetermin.
Warum die Begründung zählt: Wählen Sie eine andere Klinik als die von der Krankenkasse vorgesehene, müssen Sie unter Umständen die Hälfte der Mehrkosten selbst tragen. Ein nachvollziehbar begründeter Wunsch schützt Sie davor.
Fristen und Kosten im Überblick
Entscheidung der Krankenkasse
In der Regel innerhalb von drei Wochen nach Eingang des vollständigen Antrags. Ist ein Gutachten nötig, dauert es länger.
Ablehnung
Gegen einen ablehnenden Bescheid können Sie innerhalb eines Monats schriftlich Widerspruch einlegen. Das lohnt sich häufig, besonders mit einer ergänzenden ärztlichen Stellungnahme.
Wiederholung
Eine erneute Reha ist in der Regel frühestens vier Jahre nach der letzten möglich, außer sie ist medizinisch dringend erforderlich.
Zuzahlung
Erwachsene zahlen 10 Euro pro Tag. Wer seine Belastungsgrenze erreicht, kann sich befreien lassen.
Wartezeit: Damit Sie realistisch planen können
Die Nachfrage nach Reha-Plätzen ist hoch. Stellen Sie Ihren Antrag deshalb möglichst frühzeitig.
Häufige Fragen
Ja, wenn sie den Wunsch nicht für angemessen hält. Deshalb ist eine ärztliche Begründung so wertvoll. Gegen die Entscheidung können Sie Widerspruch einlegen.
Wenn Sie berufstätig sind, ist meist die DRV zuständig. Sie leitet den Antrag gegebenenfalls weiter. Eine Reha in der Klinik Wersbach ist dann leider nicht möglich. Unsere Aufnahmeabteilung berät Sie gern zu Ihrer Situation.
Das legt die Krankenkasse fest. Aus medizinischen Gründen kann der Aufenthalt verlängert werden.
Ja. Ist eine stationäre Behandlung medizinisch notwendig, kann eine Akutbehandlung infrage kommen: für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler sowie für gesetzlich Versicherte, deren Krankenkasse vorher schriftlich erklärt hat, die Kosten zu übernehmen.
Mehr zur Akutbehandlung lesen Sie in unserem Beitrag Aufnahme in die psychosomatische Klinik: So läuft es mit PKV, Beihilfe und Selbstzahlung.
Wir beraten Sie persönlich
Sie haben Fragen zum Antrag oder zu Ihrer Situation? Unsere Aufnahmeabteilung hilft Ihnen gern weiter, damit Sie den Weg in die Reha mit Klarheit und Sicherheit gehen können.
Telefon +49 (0) 2174 3980 · info@klinik-wersbach.de